Die Windenergie ist heute eine der tragenden Säulen der Energiewende – sowohl global als auch in Deutschland. Windkraftanlagen erzeugen zuverlässig sauberen Strom, stärken die Energieunabhängigkeit und sind ein Motor für regionale Wertschöpfung. Für Unternehmen, Investoren und zunehmend auch für Privathaushalte eröffnen sie die Möglichkeit, von stabilen Erträgen und nachhaltiger Energieversorgung zu profitieren.
Ein zentrales Thema dabei ist die Windkraftanlagen-Leistung. Sie entscheidet darüber, wie viel Strom ein Windrad zur Stromerzeugung tatsächlich produziert und ob sich ein Projekt wirtschaftlich rechnet. In diesem Beitrag erhalten Sie einen praxisnahen Überblick: von der technischen Funktionsweise über Standortfaktoren bis hin zu innovativen Technologien.
 

Technische Grundlagen: Wie Windkraftanlagen Strom erzeugen
 

Ein Windrad für die Stromerzeugung wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um. Die Rotorblätter fangen den Wind ein und treiben über eine Welle den Generator an.

Wichtige Kennzahlen zur Leistung sind:

Nennleistung: Maximale Leistung unter Idealbedingungen (z. B. 6–22 MW Leistung bei modernen Anlagen).

Volllaststunden: Wie viele Stunden im Jahr eine Anlage unter voller Leistung läuft.

Kapazitätsfaktor: Verhältnis von theoretisch möglicher zu tatsächlich erzeugter Energie. Sie gilt als das Maß zur Auslastung einer Windenergieanlage.

Die Bauweise hat großen Einfluss: Jeder zusätzliche Meter Nabenhöhe steigert den Energieertrag um etwa 1 %, größere Rotorflächen erhöhen die Stromausbeute spürbar.

Faustregel: +1 m Nabenhöhe = +1 % mehr Energieertrag.

Der Wechselrichter der Windenergieanlage hat dabei eine entscheidende Rolle: Um diesen Strom im Netz nutzbar zu machen, wandelt er den erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom (AC) um und sorgt für die Anpassung an die Netzfrequenz (50 Hz in Deutschland).

Moderne Wechselrichter sind zudem mit Steuerungs- und Überwachungsfunktionen ausgestattet, die Spannung, Stromstärke und Temperatur in Echtzeit kontrollieren, die Leistung optimieren und frühzeitig potenzielle Störungen erkennen. Sie passen sich variablen Windgeschwindigkeiten an, ermöglichen den drehzahlvariablen Betrieb der Rotorblätter und können bei Bedarf Blindleistung bereitstellen, um die Netzstabilität zu sichern.

Funktion von Wechselrichtern:

✓ Maximierung der Energieausbeute durch Echtzeitanpassung an Windbedingungen.

✓ Nahtlose und netzkonforme Einspeisung.

✓ Flexibler, drehzahlvariabler Betrieb für optimale aerodynamische Leistung.

✓ Integration mit anderen Energiequellen, z. B. Photovoltaik, für höhere Effizienz.

✓ Bereitstellung von Blindleistung zur Stabilisierung des Stromnetzes.

✓ Langlebigkeit und zuverlässige Funktionsfähigkeit der gesamten Anlage. 

Standort und Planung: Grundlage für hohe Leistung bei Windkraft

Die Windkraftanlagen-Leistung hängt maßgeblich von Standortfaktoren ab. Entscheidend sind:

1. Windbedingungen – Konstante und hohe Windgeschwindigkeit steigern den Ertrag der Windenergieanlage. Offshore-Standorte haben hier klare Vorteile.

2. Technologie – Moderne Anlagen mit 170 m Nabenhöhe und über 200 m Rotordurchmesser erzielen vielfach höhere Erträge als ältere Modelle.

3. Dichte der Bebauung: Je dichter eine bestimmte Fläche mit Windrädern bebaut wird, desto mehr verschatten sie sich und nehmen sich den Wind gegenseitig weg. Fachleute für Windkraftplanung berechnen daher, in welchen Abständen voneinander die Anlagen aufgebaut werden sollen.

Vergleich Onshore vs. Offshore

Faktor

Onshore-Windanlagen

Offshore-Windandlagen

Windbedingungen

Variabel, standortabhängig

Konstanter, stärkere Winde

Nabenhöhe

90-130 m

170+ m

Rotordurchmesser

90-120 m

200+ m

Leistungsbereich

2-6 MW

15-22 MW

Volllaststunden/Jahr

2.000-3500 h

4.000 h

Investitionskosten

Geringer

Höher

Ertragssicherheit

Schwankend

Hoch

Offshore-Windparks liefern zwar höhere Erträge, sind aber deutlich kapitalintensiver.

Innovationen: Effizienz steigern mit smarter Technologie

Die Windenergiebranche entwickelt sich rasant. Heute tragen innovative Technologien entscheidend dazu bei, die Windkraftanlagen Leistung zu optimieren:

Intelligente Steuerungen passen Rotorblätter dynamisch an die Windrichtung an.

Predictive Maintenance verhindert Ausfälle durch KI-gestützte Wartung.

Wechselrichter übernehmen nicht nur die Umwandlung, sondern steigern die Netzstabilität.

Repowering ersetzt ältere Windräder durch leistungsstärkere Modelle – weniger Anlagen, mehr Ertrag.

Integration in Smart Grids sorgt dafür, dass Windstrom flexibel genutzt und gespeichert wird, z. B. durch Batteriespeicher oder Power-to-X.

 Windkraftanlagen in Deutschland: Markt, Bedeutung und Perspektiven
 

Deutschland zählt zu den führenden Märkten für Windenergie. Mit über 30.400  (Quelle: Zahlen und Fakten | BWE e.V.) installierten Windkraftanlagen ist die Technologie hierzulande ein zentraler Pfeiler der Stromversorgung. Die derzeit 1639 Offshore-Anlagen in der Nord- und Ostsee gewinnen zunehmend an Bedeutung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Netzstabilität.

Wirtschaftliche Bedeutung

•    Windkraftanlagen sichern tausende Arbeitsplätze – von Produktion über Betrieb bis zur Wartung.
•    Sie sind ein wichtiger Treiber regionaler Entwicklung, insbesondere in ländlichen Gebieten.
•    Sie reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und stärken die Versorgungssicherheit.

25,7 TWh Strom

Jahresstromproduktion aller Offshore-Windräder in 2024

5,9 % Anteil

der Offshore-Windkraft an der deutschen Stromproduktion 

Zukunftsausblick
Bis 2030 sollen in Deutschland deutlich mehr Windparks entstehen – sowohl Onshore als auch Offshore. Innovative Technologien und bessere Netzintegration sind Schlüsselfaktoren, um dieses Ziel zu erreichen.
 

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile von Windkraftanlagen

Die Vorteile von Windkraftanlagen reichen weit über die reine Energieproduktion hinaus:

🌱

Ökologisch:

CO₂-freie Stromproduktion,

geringere Luftverschmutzung,

Beitrag zum Klimaschutz.
 


 

📈 

Wirtschaftlich:

Kalkulierbare Erträge,

Unabhängigkeit von Energiemärkten,

attraktive Investitionsmöglichkeiten.

🤝

Gesellschaftlich:

Stärkung regionaler Wertschöpfung,

 Akzeptanz durch Bürgerbeteiligung.

offshore windpark

Offshore Windkraft von TotalEnergies

TotalEnergies ist einer der größten Entwickler von Offshore-Windparks in Deutschland, und wird in den kommenden Jahren mit seinem Know-how und seinen Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Offshore-Energie in Deutschland leisten. 

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Seagreen offshore wind farm under construction, Scotland

TotalEnergies reicht Genehmigungsunterlagen für Offshore-Windparks beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ein

TotalEnergies erreicht nächsten Meilenstein: Genehmigungsunterlagen für Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee fristgerecht beim BSH eingereicht. 

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