Energiegewinnung auf See für eine nachhaltige Zukunft
Offshore-Windkraft ist ein zentraler Baustein der Energiewende und spielt eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Windenergieanlagen auf See erzeugen konstant Strom, profitieren von hohen Volllaststunden und reduzieren Abhängigkeit von fossilen Energien.
Offshore-Windkraftkapazität wird derzeit von TotalEnergies in Deutschland entwickelt.
Offshore-Windparks: Hohe Leistung und Effizienz auf See
Ein Offshore-Windpark besteht aus mehreren Windenergieanlagen auf See mit Turbinen von 8–15 MW, liefert bis zu 4.500 Volllaststunden jährlich und bietet Vorteile wie konstante Stromproduktion, hohe Effizienz und weniger Flächenkonflikte. TotalEnergies gehört zu den führenden Offshore-Wind-Experten und entwickelt weltweit erfolgreich Offshore Windparks, darunter 7,5 GW Offshore-Kapazität in Deutschland, die zur Produktion von CO₂-armem Strom beitragen.
Unsere Projekte in Deutschland
TotalEnergies, einer der größten Entwickler von Offshore-Windparks in Deutschland, wird in den kommenden Jahren mit seinem Know-how und seinen Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Offshore-Energie in Deutschland leisten und damit das Ziel von TotalEnergies unterstützen, bis 2030 100 TWh CO₂-armen Strom zu produzieren.
MD Offshore Wind Germany bei TotalEnergies
TotalEnergies reicht Genehmigungsunterlagen für Offshore-Windparks beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ein
TotalEnergies erreicht nächsten Meilenstein: Genehmigungsunterlagen für Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee fristgerecht beim BSH eingereicht.
Vorteile der Offshore-Windenergie
Offshore Windkraft bietet zahlreiche Vorteile. Unternehmen, Energieversorger und politische Entscheidungsträger profitieren von der hohen Effizienz, stabilen Stromerzeugung und der großflächigen Nutzungsmöglichkeiten.
Hohe Effizienz und konstante Stromerzeugung
- Offshore-Anlagen erreichen Volllaststunden von bis zu 4.500 pro Jahr, während Onshore-Anlagen durchschnittlich 2.000 Stunden erzielen.
- Die konstanten Windgeschwindigkeiten auf See führen zu stabiler und vorhersehbarer Energieproduktion, die ideal für die Integration in nationale Stromnetze ist.
Geringere Flächenkonflikte & Nutzungsmöglichkeiten
- Offshore Windparks beanspruchen Flächen, die für Landwirtschaft oder Wohnbebauung nicht genutzt werden.
- Synergien entstehen mit Fischerei, Schifffahrt und anderen Nutzungen der Meeresflächen.
Vergleich Offshore vs. Onshore
| Merkmale | Offshore | Onshore |
|---|---|---|
| Volllaststunden pro Jahr | bis zu 4500 | ca. 2000 |
| Windgeschwindigkeit | hoch & konstant | schwankend |
| Platzbedarf | weniger Flächenkonflikte | potenzielle Nutzungskonflikte |
| Sromproduktion | stabil | variable |
Technologie & Aufbau von Offshore Windparks
Von der Turbine bis zum Stromnetz – wie Offshore-Windparks funktionieren
Die Entwicklung eines Offshore-Windparks erfordert modernste Technologie, präzise Planung und eine robuste Netzanbindung. TotalEnergies setzt dabei auf leistungsstarke Turbinen, innovative Fundamentlösungen und eine sichere Stromübertragung.
Windenergieanlagen (Turbinen & Leistung)
- Leistung pro Turbine: 8–15 MW
- Gesamtkapazität pro Park: abhängig von Anzahl & Größe der Turbinen
- Hohe Anlagen (bis zu 240 m Gesamthöhe) nutzen starke, konstante Winde effizient.
Eine einzelne Offshore-Turbine kann mehr Strom erzeugen als mehrere Onshore-Anlagen zusammen.
Netzanbindung & Stromübertragung
- Offshore-Turbinen verbinden sich über Seekabel mit Umspannplattformen (Offshore-Konverterstation).
- Für weite Distanzen wird HGÜ (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) eingesetzt.
Fundamentlösung
| Fundamenttyp | Ensatzgebiet/Wassertiefe | Vorteil/Besonderheit |
|---|---|---|
| Monopile | bis ca. 40m | Einfach, kosteneffizient |
| Jacket | größere Tiefen | Stabilität bei tiefen Wassertiefen |
| Tripod/Tripile | mittlere bis tiefe Wassertiefe | Dreibein-Konstruktion, hohe Standfestigkeit |
| Schwerkraftfundament | flach bis mitteltief | Kein Verankern im Boden |
| Floating Offshore | sehr tiefe Gewässer | Flexibel, innovative Standortmöglichkeit |
Umweltanalysen sind ein zentraler Bestandteil bei der Entwicklung von Offshore-Windprojekten.
Bodenorganismen (Benthos)
Für diese Untersuchungen werden zunächst die Boden- und Biotopstrukturen mit einem Seitensichtsonar erfasst. In einem zweiten Schritt werden jeweils 20 Stationen in der Windparkfläche selbst und in einem Referenzgebiet ausgewählt. Das Referenzgebiet zeichnet sich dadurch aus, dass es ähnliche Bodenbedingungen aufweist, was es ermöglicht, repräsentative Informationen über das gesamte Untersuchungsgebiet zu erhalten. An den insgesamt 40 Stationen werden dann sowohl Proben (sog. Greiferstationen) entnommen als auch Messungen durchgeführt.
Habitatnutzung
Um Meeressäuger zu erfassen, wird eine Methode namens passiv-akustisches Monitoring verwendet. Dabei kommen spezielle Geräte, sogenannte akustische Klickdetektoren, zum Einsatz, die mithilfe schwerer Ankersteine am Meeresboden befestigt werden. Diese Detektoren hören auf die Klickgeräusche, die die Tiere machen, und zeichnen ihre Anwesenheit auf. So können Wissenschaftler herausfinden, wann und wo sich Meeressäuger aufhalten und welche Routen sie nutzen.
Von Deck und aus der Luft
Ergänzend zu den Untersuchungen unter Wasser werden auch Beobachtungen von Schiffen und von Flugzeugen aus durchgeführt. Die Schiffe fahren dabei auf festgelegten, parallel verlaufenden Routen die gesamte Windparkfläche ab. Wie auf dem Foto zu sehen ist, verfügen die Schiffe über windgeschützte Sitzbereiche, sogenannte "Orniboxen". Dort sitzen erfahrene Vogel- und Meeressäugerexperten und zählen die Tiere.
Zugvögel und Fledermäuse
Zugvögel werden von einem ankernden Schiff aus über eine Radaranlage erfasst. Da Radargeräte die genauen Vogelarten nicht bestimmen können, wird diese digitale Erfassung durch die Expertise von Ornithologen vervollständigt, die tagsüber Sichtbeobachtungen durchführen und nachts durch Ruferfassung die Vogelarten identifizieren. In der Ostsee wird zudem der Zug von Fledermäusen untersucht. Parallel zur Erfassung der Zugvögel werden dafür Fledermaus-Detektoren eingesetzt.
Zukunftsaussichten für Offshore-Windkraft
Offshore-Windkraft entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue Technologien und internationale Projekte erweitern die Möglichkeiten für effiziente, CO₂-arme Stromproduktion.
Schwimmende Offshore-Windkraft (Floating Offshore)
- Definition: Windkraftanlagen auf schwimmenden Fundamenten für tiefe Gewässer (>60 m).
- Vorteile: Flexiblere Standortwahl, weniger Eingriffe in Meeresboden, Potenzial für Regionen mit hoher Windgeschwindigkeit weit von der Küste.
- Zukunftspotenzial: Bedeutender Wachstumsmarkt in Europa, Asien und den USA.
Sektorenkopplung & Speicherlösungen
- Integration von Offshore-Strom in Wasserstoffproduktion, Energiespeicher und Smart Grids.
- Beitrag zur Stabilität des Stromnetzes und Versorgungssicherheit.
Fazit – Offshore Windkraft mit TotalEnergies
Offshore-Windkraft ist ein zentraler Pfeiler der Energiewende und bietet Unternehmen und Gesellschaft CO₂-armen, zuverlässigen Strom. TotalEnergies vereint Technologie, Erfahrung und Umweltkompetenz, um Offshore-Windparks effizient zu entwickeln und zu betreiben.