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Ladekurve beim E-Auto

 

  • Was sie abbildet
  • Was sie beeinflusst
  • Wie man sie nutzen kann

Ladekurve: Das sollten Sie wissen  

Als Anbieter von Ladeservices beobachten wir es täglich: Fahrer von Elektrofahrzeugen haben eine Menge Fragen zu ihren Ladesitzungen. Häufig liegt es daran, dass Dauer oder erhaltene Energiemenge im Laufe der Sitzung nicht ihren Erwartungen entsprechen – um für mehr Klarheit zu sorgen, möchten wir heute die Ladekurve genauer erläutern.

Was ist die Ladekurve?

Die Ladekurve, auch Leistungskurve genannt, wird als Grafik dargestellt und bezeichnet die Entwicklung der Ladeleistung über einen bestimmten Zeitraum. Die Kurve stellt den Verbrauch eines Elektrofahrzeugs dar. Sie hängt vom Ladezustand der Batterie ab und unterscheidet sich je nach Fahrzeugmodell.

Wozu dient die Ladekurve?

Die Ladekurven-Grafik zeigt, wie sich die Leistungsaufnahme während des Aufladens verändert. Fahrer können die enthaltenen Informationen nutzen, um ihre Ladepraktiken und somit den Energieverbrauch zu optimieren.

Wie kann man eine Ladekurve lesen?

Eine Ladekurve verläuft nicht über eine gesamte Sitzung hinweg einheitlich: Sie kann variieren und Spitzen und Täler aufweisen. Auch das Fahrzeugmodell kann Einfluss auf den Verlauf der Ladekurve haben. Schauen wir uns das an einem Beispiel an:

 

 

Die x-Achse bezeichnet den Ladestand der Batterie von 0 bis 100 %, die y-Achse drückt die Ladeleistung der Ladesäule im Laufe der Ladesitzung aus. Dargestellt sind die Ladekurven dreier verschiedener Fahrzeuge: ein Chevrolet Bolt, ein Hyundai Ioniq und ein Hyundai Kona. Die Fahrzeuge verfügen über verschiedene Maximalladeleistungen:

  • Chevrolet Bolt: 50 kW,
  • Hyundai Ioniq: 70 kW,
  • Hyundai Kona: 75 kW.

Alle Fahrzeuge nehmen zu Beginn des Ladevorgangs die höchste Leistung auf, aber ab einem Ladestand von 60 % bis zur vollständigen Ladung lässt die Lademenge allmählich nach, bis die Ladeleistung ab der 80-Prozent-Schwelle bei allen Fahrzeugtypen relativ niedrig ist. Das Aufladen dauert bei einer Schnellladung im Durchschnitt etwa 30, bei einer normalen Ladung zwischen 20 und 40 Minuten und erfolgt in der Anfangsphase deutlich schneller.

Welche Faktoren beeinflussen die Ladekurve?

Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf den Verlauf der Ladekurve und somit auf die Dauer der Ladesitzung und ihren Preis: 

 

 

  • Ladeleistung des Fahrzeugs: Je nach Fahrzeugmodell kann die in kVA oder kW ausgedrückte Maximalleistung variieren, die ein E-Auto aufnehmen kann. Dieser Maximalwert bleibt gleich, egal, welche Leistung die Ladestation liefern könnte: Eine Batterie mit einer maximalen Aufnahmekapazität von 50 kW wird an einer Ladesäule mit 150 kW Maximalleistung nur 50 kW Leistung empfangen.

 

 

  • Ladeleistung der Ladestation: Je nach Ladesäulentyp können Ladesäulen Leistungen von 3,7 kVA bis zu über 300 kW liefern. Dabei sind Ladestationen, an denen Fahrzeuge über Nacht geladen werden (z. B. zu Hause), meist weniger leistungsstark als Ladehubs im öffentlichen Raum. Die Leistung, die die Ladesäule liefert, wirkt sich direkt auf die Ladegeschwindigkeit und somit die Ladekurve aus – vorausgesetzt, sie überschreitet nicht die maximale Aufnahmekapazität der Batterie.

 

 

  • Ladestand der Batterie: Der anfängliche Ladestand der Fahrzeugbatterie wirkt sich stark auf die Ladekurve aus – schließlich lädt eine Batterie unterhalb der 60-Prozent-Marke deutlich schneller.

Eine wichtige Frage beim Ladevorgang ist: Ist es notwendig oder wünschenswert, die Batterie auf 100 % aufzuladen? Anhand der Ladekurve können wir erkennen: Die Antwort ist nein, da die Ladegeschwindigkeit über 80 % Ladestand stark abnimmt und es sowohl Zeit als auch Ladekosten spart, den Ladevorgang nach dem Erreichen dieser Marke zu beenden. Mit Verständnis für die Ladekurve ist es somit möglich, die Entscheidungsfindung beim Ladevorgang für auf die optimale Ladedauer auszurichten – das spart zusätzlich Ladekosten.

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